<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
	<channel>
		<atom:link href="https://outpost-north.de/blog/x5feed.php" rel="self" type="application/rss+xml" />
		<title><![CDATA[blog]]></title>
		<link>https://outpost-north.de/blog/</link>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Wed, 09 Oct 2024 12:00:00 +0200</lastBuildDate>
		<generator>Incomedia WebSite X5 Pro</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[SOZIALE WELT (PRÄFIX A)]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Reflektion"><![CDATA[Reflektion]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000012"><div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Ein Manifest zur Verabschiedung vom Denken.</b></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Etwas stimmt schon länger nicht mehr.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Warum exponieren sich alle, schreien herum, empören sich und texten in die Welt hinaus, was sonst privat, intim und nun wirklich für andere uninteressant ist? Wo kommt dieser Zwang zum hemmungslosen Exhibitionismus her? Worin liegt der Sinn, das Ziel hinter all diesen Texten, den Fotos und Videos der mittlerweile zur Kunstform erhobenen kommunikativen Sondermülldeponie?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="imTACenter fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="imTACenter fs12lh1-5 cf2">Ich habe da so ein komisches Gefühl.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Möglich, dass ich dem einen oder anderen Menschen </span><span style="text-align: start;" class="fs12lh1-5">(</span><span class="fs12lh1-5"><i style="text-align: start;">Homo sapiens</i><span style="text-align: start;">,</span></span><span style="text-align: start;" class="fs12lh1-5"> </span><span style="text-align: start;" class="fs12lh1-5">lateinisch</span><span style="text-align: start;" class="fs12lh1-5"> </span><span style="text-align: start;" class="fs12lh1-5">für „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“) </span><span class="fs12lh1-5">voraus bin. Denn ich bin willens und noch fähig, voraus zu sein. Viele sind es offenbar nicht mehr.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Was denn ?</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Es fühlt sich an wie beim Anschauen eines gut gemachten Horrorfilms. Man will eigentlich wegsehen, aber man kann es einfach nicht. Die Neugierde gepaart mit einer Brise Sensationslust, Schadenfreude oder Arroganz sowie das evolutionär tief verwurzelte Suchtzentrum in jedem verdammten Hirn hält viele davon ab.</span></span><br></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2">Ich nutze verschiedene, angeblich zeitgemäße <span class="fs12lh1-5"><i>"Dinge"</i></span> ja auch, obwohl sich bei mir zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass diese Zeitgeist-Features eigentlich entsorgt werden könn(t)en. Wirklich. Doch es existiert weit und breit kein Notausstieg, da unsere Gesellschaft sich selbst dazu gebracht hat, ein „Ohne“ nicht mehr zu tolerieren und diejenigen Menschen auszuschließen, die „Ohne“ sind und dies auch bleiben wollen. Und somit nimmt die <span class="fs12lh1-5">Asozialisierung unserer Gesellschaft weiter an Fahrt auf, facettenreich, in jeder nur erdenklichen Ausprägung. Feuer frei auf allen Kanälen. </span>Noch nie wurde <span class="fs12lh1-5"><i>„Etwas“</i></span> so in das kollektive Bewusstsein einer Gesellschaft schmerzfrei hineinoperiert und irreversibel verankert. <span class="fs12lh1-5">Damit war der Grundstein gelegt, sich körperlich und geistig komplett zu entblößen und einen stetigen Strom an Schwachsinn, Dummheit und Selbstverliebtheit bis zur Unkenntlichkeit, bisweilen im wahrsten Sinne des Wortes, zu generieren. Danke dafür.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2">Immerhin sind so neue Berufe entstanden, die wirklich etwas für eine Gesellschaft tun, vieles bewirken und zur persönlichen Entwicklung beitragen. <span class="fs12lh1-5"><i>(Ich muss etwas Fieber haben, ist gleich vorbei...)</i></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Es liegt ja an einem selbst, wie intensiv davon Gebrauch gemacht wird und was von den endlosen Angeboten genutzt wird“</i> poltert es mir bisweilen entgegen. Klar doch. Willkommen in der Welt des permanenten Selbstbetruges.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Zu viele Dinge fallen mir ein, so dass es unmöglich ist, alle zu benennen. Ich tippe fast schneller diese Gedanken in die Tastatur, als diese es verkraften könnte – einzelne Buchstaben auf der Tastatur sind bereits sichtbar beschädigt. Egal.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Es sind ja nur <i>meine</i> Gedanken. Nur eine Hypothese.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Wenn ich an prominenterer Stelle diese Zeilen hier kommunizierte und sogar zur Kommentierung freischaltete, wäre auch sofort klar was passierte. Es würde sich gegen mich wenden, in Formen wie: Beleidigungen, Kategorisierung, Ausgrenzung, Verleumdung, Ignoranz, Gebell und Geheule! Etwa unwahr?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Es gibt dafürsprechende Argumente, die Möglichkeiten der digitalen Welt dosiert zu nutzen und somit Teil des eigenen Ichs werden zu lassen. </span><span class="fs12lh1-5 cf2">Tatsächlich?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ihr werdet deutlich sagen, dass man diese Vorteile nicht ignorieren dürfe und man ja schließlich selbst Nutznießer sei. </span><span class="fs12lh1-5 cf2">Geht denn nicht beides?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Es mindert meine sich in Wut umwandelnde Verzweiflung nicht. Und die Tatsache, dass wir menschliche, also insbesondere soziale Fähigkeiten freiwillig beerdigen, die uns zukünftig überwiegend zu ferngesteuerten und vor lauter Bequemlichkeit immer weiter verblödenden, also asozialen Menschen macht, gilt für mich als beschlossene Sache. Nur weil lange vorhandene, bewährten Fähigkeiten technologisch kompensierbar sind bzw. werden, folgt daraus doch nicht automatisch, dass wir die absehbaren Verluste nur noch als Randnotiz in Geschichtsbüchern finden oder in der abwertend belächelten Rubrik „Retro“ verstecken. Alle Seiten einer Medaille sind genau anzuschauen. Besser noch: Zeitzeugen befragen und aufmerksam zuhören. Dann und erst dann beginnt ihr, euch Gedanken und Sorgen zu machen. So geht es mir häufig als ein Produkt der sogenannten analog–digitalen Epoche.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2">Und nun ist auch noch Pandoras Box weit geöffnet worden: <span class="fs12lh1-5"><i>KI.</i></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Zunehmend setzt sich schleichend, aber dauerhaft in den Köpfen fest, die eigenen Lebensumstände nicht mehr zu hinterfragen, nur weil etwas funktioniert und weil das Heranziehen, Bewerten, Nachdenken und Nutzen von Alternativen viel zu anstrengend ist.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Herzlichen Glückwunsch.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Natürlich. Etwas nie Kennengelerntes wird sicher nicht vermisst. Das ist zu einfach. Die Gestaltung des eigenen Weges unter der Prämisse einer vorangestellten intensiven Betrachtung, Bewertung und anschließender kluger Auswahl aus zahlreichen Möglichkeiten erscheint mir auch in der Zukunft erstrebenswert. Entscheidungen sind ja mitunter so anstrengend. Aber sie zeichnen uns doch aus, beschreiben uns als Person und sind für ein Fortschreiten unerlässlich. </span><span class="fs12lh1-5 cf2">Selbst ein Algorithmus benötigt Menschen gemachte, veränderbare und damit noch bedingt kontrollierbare Parameter, um zu funktionieren. Sollte sich das einmal ändern bzw. verselbständigen, lebe ich hoffentlich an einem anderen Ort.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ich nehme für mich einfach mal das Recht in Anspruch zu bewerten, ob Geschriebenes oder Gefilmtes in den asozialen Medien gut, schlecht, überflüssig oder einfach nur dumm ist. Punkt. Es ist <i>mein</i> Recht. Es sind schließlich <i>meine</i> Gedanken. Da unüberhörbar und kontinuierlich postuliert wird, wie tolerant die Menschen in unserer Gesellschaft doch sind, dürfte mein Mindset ja auch niemandem weh tun. Nicht einmal, wenn das zum Beispiel auch ohne Sternchen sowie Innen und Außen kundgetan wird.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Die Idee einer globalen, vernetzten und nicht mehr abschaltbaren Kommunikations– und Informationsaustauschplattform ist natürlich für sich genommen faszinierend. So etwas gab es in dem aktuellen, heutigen Ausmaß noch nicht. Aber was wir Menschen bisher daraus machten, ist in meinen Augen eine furchtbare Katastrophe. </span><span class="cf2">Die Digitalisierung, so wie diese Revolution gerne pauschal gekennzeichnet wird, lässt in Zukunft noch viel intensiver und schneller als je zuvor zivilisatorische Veränderungen und Entwicklungen entstehen. Derzeit besteht bei mir der Wunsch, man möge doch bitte damit sofort aufhören und <span class="fs12lh1-5"><i>"ES" </i></span>einfach abschalten. Ernsthaft. Wir werden uns wie Lemminge weiter sozial demontieren und digitalen Selbstmord begehen. Einer nach dem anderen. Der Booster dafür nennt sich, wie schon erwähnt, <span class="fs12lh1-5"><i>KI</i></span>.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Vergleiche mit anderen „Industriellen Revolutionen“ hinken an dieser Stelle. Wer das noch nicht begriffen hat, tut mir leid. Da ist der Zug wohl abgefahren, denn die Geister, die wir riefen, lassen sich nicht mehr kontrollieren.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 10:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-10-09-12-42-56_thumb.webp" length="558926" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?soziale-welt-mit-praefix-a</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000012</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[MIT MENSCHEN IM KIMO]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Essay"><![CDATA[Essay]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000D"><div class="imTAJustify"><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Die Illusion von der guten Unterhaltung.</b></span></div></div><div class="imTAJustify"><br></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Trotz der zahlreichen Möglichkeiten, Filme von einer VHS, DVD, Blu-ray oder 4K UHD Disc anzuschauen oder im Streaming abzurufen, um diese dann auf technisch immer besser und deutlich größer werdenden Abspiel- bzw. Darstellungsgeräten zu genießen, muss man seine Favoriten meines Erachtens als Ereignis im Kino feiern, gemeinsam mit den vielen Gleichgesinnten bzw. den generell vom Kino begeisterten Zuschauern.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify fs12lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTALeft"><span class="imTAJustify fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Obwohl das Filmtheater per se als Relikt alter Zeiten schon oft für tot erklärt wurde, hält sich diese Art von Veranstaltungsort zur Präsentation von Filmkunst hartnäckig und erlebte bisher nicht nur eine Renaissance. Die hohen Betriebskosten, die teilweise nicht mehr zeitgemäßen Ausstattungen, die mitunter zu große Innovationsträgheit der Branche und die große Konkurrenz per se sind nur einige der Stichworte in Begräbnisreden selbsternannter Experten und Kritiker über das Kino. Totgesagte leben eben doch länger.</span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Und so habe ich mir selbstverständlich alle Star Wars Filme zunächst im Kino angeschaut – und das ohne Zögern mitunter zur jeweiligen Premiere in der Nacht des offiziellen Starts. Mit dieser als Fan absolut professionellen Einstellung befand ich mich in guter Gesellschaft und erfreute mich an und in der Community. </span><span class="fs12lh1-5">Lichtschwerter surrten im Foyer, fast jede bekannte Figur aus dem Lucas Universum tauchte verblüffend echt in sehr akkurat nachgearbeiteten Kostümen auf und Dialoge aus allen Filmen oder Serien wurden fleißig rezitiert. Da stimmte einfach jedes Detail. </span><span class="fs12lh1-5">Es folgten die mit viel Enthusiasmus und Begeisterung aufgenommenen Filme im Saal, und ich behaupte, dass fast jeder glücklich entrückt und zufrieden danach den Heimweg antrat. Futter für die (Fan)Seele.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2">So erging es <span class="fs12lh1-5"><i>eigentlich</i></span> auch mir. Hätte ich nur mehr auf die Zeichen der Zeit geachtet, die im Rausch der Festivitäten untergingen. Ich stellte in der Analyse fest:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Das Kinopublikum hat sich verändert, und zwar drastisch. Das wird jeder von uns feststellen können, der sich aktuell aufrafft, einen Film seiner Wahl im Kino anzuschauen und nicht auf dem heimischen Sofa. Sollte dieser Film überdies nicht zu einem Franchise gehören, deren Fans aus der jeweiligen Vorstellung ein Fest machen, oder gar ein größeres Event, sondern einfach nur der eigenen Unterhaltung für gut zwei Stunden dienen, bekommt man möglicherweise Probleme.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Zunächst aber bezahlt man gerne die nicht mehr ganz so günstigen Kinokarten, nimmt ohne Murren auch längere Anfahrtswege in Kauf und erduldet die zum Teil unglaublichen Zusatzkosten für Parken, Fingerfood, Trinken und ggf. Merchandise.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Falls man wider Erwarten den persönlichen Fokus auf die aktuell vorhandenen Rahmenbedingungen kalibriert bekommt, ergeben sich plötzlich weitere, bemerkenswerte Umstände, die (Kino)Kommilitonen gerne den individuellen Überempfindlichkeiten einzelner zuschreiben. Dabei ignoriert man die Tatsache, dass möglicherweise Gemeinschaftserlebnisse nur dann funktionieren, wenn alle Betroffenen sich darauf einlassen wollen und die eigenen Gewohnheiten der Situation entsprechend etwas anpassen oder eben opfern.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>Der letzte Kinobesuch.</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Meine Erwartungen waren nicht ungewöhnlich: Den Alltag für zwei Stunden vergessen, gut unterhalten werden, in die Filmhandlung eintauchen, mitfiebern, mitzittern, etwas lachen, vielleicht auch etwas die feuchten Augen verstecken und vor allem die Atmosphäre eines großen abgedunkelten Raumes voller Gleichgesinnter mit gutem Ton und riesigem Bild genießen. Mehr nicht.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ich wurde enttäuscht, denn ich hatte das Wesen des Homo sapiens der Neuzeit unterschätzt und leichtfertig der ursprünglichen Bedeutung des lateinischen Begriffes, nämlich: „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“ zu viel Wahrheit unterstellt. Ich erwähnte die Spezies in einem anderen Text bereits.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ich staunte nicht schlecht, als die vorbereitenden Maßnahmen vieler Besucher in den Beschaffungsschlangen des Foyers der Bevorratung von XXL Mengen Popcorn, XXL Eimern mit Cola und XXL Portionen Nachos inklusive extrem künstlich riechenden Soßen diente. Die Mengen erschienen aufgrund der angekündigten Filmlänge wohl vielen als angemessen, Transportverluste auf dem Weg zu den reservierten Sesseln mit eingerechnet. Doch reichten diese dennoch kaum über die Vorschausequenzen hinaus, wie sich noch herausstellen sollte. </span><span class="fs12lh1-5">Die Filmvorschau oder besser: die Dauerwerbeschleife vor dem eigentlichen Hauptfilm lief gefühlt genauso lange wie später der eigentliche Film. Die Endlosschleife wurde genutzt für Nachversorgungsaktionen und obligatorischen Toilettenvisitationen.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>MIMO – Phase! Multiple Input verlangt nach Multiple Output!</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ein wuseliges Auf und Ab begann, mit zum Teil pseudofreundlich formulierten Bitten wie „Darf ich mal durch“, „Entschuldigung, ich muss noch mal stören“ oder „Ich komme gleich wieder“. Alles diente nicht nur temporär dem besonderes Schattenspielfeature vor der kaum noch sichtbaren Leinwand. Aber hey, es waren ja nur Werbeschnipsel. Dafür waren wir ja nicht hier.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Der Kinosaal wurde dann irgendwann komplett abgedunkelt und der Hauptfilm startete. Aber wie sich schnell herausstellte, war auch die für den Film, die Atmosphäre und für den Genuss notwendige Dunkelheit nur von kurzer Dauer bzw. eine Illusion, denn für die Grundbeleuchtung in den nächsten zwei Stunden sorgten die Smartphone Junkies, die selbsternannten Ich AG Medienprofis mit Mitteilungszwang oder Menschen mit kinospezifischem ADHS. Gibt es tatsächlich Menschen, die sich in der Dunkelheit eines großen Kinosaales fürchten und Nachttischlampen brauchen bevor sie einschlafen oder in die rücksichtslos lauten Diskussionen mit dem Sesselnachbarn einsteigen?</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Die ersten Besucher mussten nach äußerst kurzer Zeit bereits die Tribute von Cola oder Bier bezahlen und die Unruhe im Saal nahm spürbar zu. </span><span class="fs12lh1-5 cf2">Lief der Film tatsächlich schon aberwitzige 15 Minuten ohne Unterbrechung? Wo blieb die in unserem Hirn mittlerweile fest implementierte Werbepause zwecks was auch immer? Dressierte Kurzkonzentrationsaffen und Äffinnen mussten raus. Unbedingt. Jetzt sofort.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Der Film lief mit Co – Kommentaren anstatt Untertiteln, mit unüberhörbaren Spoilern von Nachbarn und mit der Nachvertonung durch Fingerfood-Spezialisten unter Zuhilfenahme von krachenden Nachos, sehr knusprigen Chips, Gummibärchen in schwer zu öffnenden Plastikverpackungen und extra breiten Strohhalmen in Getränken mit und ohne Kohlensäure. Als Special Feature aus der Werkbank von Geräuschfetischisten entpuppten sich während der Vorstellung laut abgehörte Sprachnachrichten von der digitalen Opferfront.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Warum gibt es eigentlich in Kinosälen ein Mobilfunknetz und/oder ein hauseigenes WLAN? Ach ja. Wie sollen denn sonst Filmausschnitte mehr oder weniger live auf dem Instagram Account der Selbstdarstellungskünstler gepostet werden? ICH bin gestern, DIE sind heute. Ich verstehe. Nach gut einer Stunde stellte ich ein deutliches Nachlassen meiner Filmbegeisterung fest, da die Nebengefechtsfelder unerträglich wurden und so grundlegend der Spaß am eigentlichen Dasein verschwand. </span><span class="fs12lh1-5">Ich wollte gehen. Ich tat es nicht. Ich hielt durch.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Meine Einlassungen zeigen nur auszugsweise, wie drastisch sich die bis dato herbeigeführten, aber für modern und zeitgemäß erklärten Verhaltensmodifikationen auswirken können und wie damit sich nach und nach das eigene Verhalten verändert und zu Konsequenzen führt. Ich vermisse bei dieser menschlichen Evolution die regelmäßige Selbstreflexion und die Einordnung des eigenen Verhaltens in der Gemeinschaft.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Nun: Soziale Kompetenzen sind eben sehr ungleich verteilt.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 07:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-10-08-07_thumb.webp" length="660479" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?mit-menschen-im-kino</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/00000000D</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[LEBEN LERNEN]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Reflektion"><![CDATA[Reflektion]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000017"><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Versuche doch mal, du zu sein.</b></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><div>Es sind so viele Dinge im Leben eines Menschen, die Stärke erfordern, die viel Kraft kosten, die an denen von der Biologie angelegten und abrufbaren Ressourcen nagen und dennoch nicht immer zur Erleichterung bzw. Regeneration nach temporär gutem Ausgang führen. Ereignisse hallen unterschiedlich intensiv nach und müssen auf jeden Fall verarbeitet werden.</div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Ob das dem Einzelnen gelingt, hängt entscheidend davon ab, in welchem Umfeld der Betroffene sich bewegt, wer ihm zur Seite steht und wie er geformt wurde.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Das Leben an sich fordert die Bereitschaft und die Akzeptanz des persönlichen Scheiterns im gleichen Maße wie die Freude am Erreichten. Schwerer wirkt oft die Niederlage, leichter verfliegt zu oft die Freude am Erfolg. Was ist erfolgreiches Leben? Und was definiert Scheitern im oder am Leben?</span><br></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Jeder von uns interpretiert diese Momente für sich völlig unterschiedlich. Die Perspektiven wechseln oft, die Empfindungen ändern sich manchmal innerhalb kürzester Zeit. Und dann gibt es da noch diese Momente, wo wir Dinge tun, ausdrücken, fühlen, die unerklärlich sind und bleiben. Es gibt nicht für alles im Leben Antworten, auch wenn diese oft erwartet werden.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3">Das Navigieren durch das Leben will gelernt sein. Ohne eigene Orientierung, Unterstützung, grundlegende Strukturen und einen kalibrierten sozialen Kompass sind die Komplexitäten der eigenen Existenz im Kontext aller Existenzen nicht zu bewältigen. Woran orientiere <i class="fs12lh1-5">ich</i> mich? Wer unterstützt <span class="fs12lh1-5"><i>mich</i></span>? Sind existierende Strukturen nicht nur das einengende Lebenskorsett und somit gleichbedeutend mit dem Verlust von sogenannten persönlichen Entfaltungen bzw. Freiheiten?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3">Wer kalibriert und justiert <span class="fs12lh1-5"><i>meinen</i></span> sozialen Kompass? Antworten oder richtunggebende Weisheiten stehen nicht zur Verfügung, so dass es in kurzen Worten zufriedenstellend darstellbar wäre. Die Aufgabe, das Leben zu lernen, wäre ja sonst auch schon längst erledigt. <span class="fs12lh1-5">Nach vielen gelebten Jahren und individuellen Entwicklungen wird man </span><span class="fs12lh1-5">feststellen, dass…</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">…</span><span class="fs12lh1-5">der Mensch </span><span class="fs12lh1-5">sich </span>wahrhaftig an dem Verhalten anderer Menschen im persönlichen sozialen Interaktionsfeld selbstreflektorisch orientiert und oft ggf. anpasst oder verändert – dieser Prozess wird nie enden, und das sollte er auch nicht: Tatsache.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">...der Mensch sicher sein kann, jederzeit Unterstützung zu erhalten, mal erwartungsgemäß von bekannter Seite, mal auch von überraschender Seite. Es muss nur erkannt und gewollt werden. Und: Jeder einzelne ist Teil der unabdingbaren, absolut lebenswichtigen Unterstützung für andere Menschen: Tatsache.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">...der Mensch Strukturen in seinem Leben braucht, die als Navigationshilfe dienen und Sicherheit bedeuten, egal wo und wohin gesegelt wird. Ohne Strukturen wandert der Mensch hilflos bzw. ahnungslos durchs Dasein oder eben auch sehenden Auges gegen die übermächtige Wand des eigenen Seins: Tatsache.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">...der eigene soziale Kompass nichts weniger ist als die Summe aller Erfahrungen und dieser sich eher unbewusst und automatisiert neu kalibriert bzw. tagtäglich justiert. Nur selten ist man selbst dabei der Uhrmacher: Tatsache.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 14:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-11-31_thumb.webp" length="1544974" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?starl-leben</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000017</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[EINFACH MAL MACHEN]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Reflektion"><![CDATA[Reflektion]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000014"><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Laufe doch mit dem Hund.</b></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5"><span class="cf3">"Nein, ich mag nicht." - </span><span class="cf3">"Es muss aber sein."</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Es nur wenig oder gar nicht zu tun, würde schon nach kurzer Zeit deutlich sichtbares Unwohlsein hervorrufen, eine galoppierende Trägheit einziehen lassen, zudem permanente Müdigkeit verursachen und in letzter Konsequenz so etwas wie sozialen Unfrieden stiften.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><span class="fs12lh1-5">Die Vorbereitungen nerven generell, steigern sich je nach Rahmenbedingungen zur Zähmung des inneren Widerspenstigen und sind vergleichbar mit Besuchen bei den unpopulärsten Veranstaltungen auf diesem Erdball. Immer wieder fragt jemand bewundernd, aber mitleidig zugleich, ob es doch irgendwie Spaß machte, da es ja regelmäßig und ausdauernd exerziert würde. </span></span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Stets wird mit einem eindeutigen und lauten Nein versichert, dass der vorherrschende Eindruck täuscht und eher einer Illusion denn der Realität entspricht. Etwas anderes stünde durchaus zur Auswahl, verursachte ungünstiger Weise aber mit Ansagen mehr Probleme als Lösungen im Alltag.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">"Also los."</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Der übliche Kontrollblick nach Draußen rettet auch nicht, die Bedingungen sind in Ordnung, fast schon verlockend gut, biedern sich regelrecht an. Verdammt nochmal. </span><span class="fs12lh1-5">Unnachgiebig und fordernd fallen tröstend motivierend gemeinte Worte in den Raum.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">"Es geht los."</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Zunächst einmal gilt es, die unüberwindbar erscheinenden ersten Momente zu überstehen, sich durchzukämpfen, die innere Stimme des Antihelden zum Schweigen zu bringen und einfach zu handeln, es zu tun.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Weg mit dem Kopfsalat, Fokus! Keine Musik unterwegs, je nach Zeitfenster erträgt man entweder laute Geräusche künstlicher Art oder vielfältige Töne natürlichen Ursprungs. Es sind gute Versuche, die Natur gewinnen zu lassen, um letzten Endes auch selbst zu siegen. Eindrücke segeln vorbei, deren Strahlkraft sich auch durch Wiederholung in der Wahrnehmung nicht abschwächen. </span><span class="fs12lh1-5">Die Variationen sind zahlreich, markieren Unterschiede im eigentlich unveränderten Ambiente und sorgen für Unterhaltung im Meer der schwer atmenden Stille. </span><span class="fs12lh1-5">Faszinierende Elemente hier und da treiben unerbittlich voran, und das Ziel rückt näher. Jede verstrichene Minute ist ein absoluter Gewinn und steigert die Erwartungen an die Nächsten. Enttäuschungen gibt es nicht.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Das Positivste stellt sich dennoch nie ein. Das, was im Volksmund als "Runner's High" postuliert wird. </span><span class="fs12lh1-5">Viele Gesichter strahlen entgegen, einige Gesichter ignorieren absichtlich, noch mehr Augen folgen versteckt und doch verständnisvoll.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><i>"Es läuft gut. Es hört bald auf. </i></span><i class="fs12lh1-5 cf3">Vorbei. Es ist vorbei."</i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Es hat gedauert, wie jedes Mal. Es fühlt sich gut an. Reden wir nicht darüber. </span><span class="fs12lh1-5">Es ist getan.</span></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 14:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-07-02_thumb.webp" length="2332214" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?einfach-mal-machen</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000014</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[THERAPIE MIT WERKZEUG]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Reflektion"><![CDATA[Reflektion]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000016"><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Der vergebliche Versuch, in einen Kopf zu gucken.</b></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div>Elemente, die bisher als wesentliche Bausteine galten, Ideen und Projekte im Leben umzusetzen, sind neben der reinen Freude und dem möglichen Spaß daran, wichtige Wirkmittel eines jeden therapeutischen Ansatzes. <span class="fs12lh1-5 cf3">Je länger der Mensch sich mit spezifischen Dingen beschäftigt, umso mehr kommt dieser Ansatz zum Tragen. </span><span class="fs12lh1-5 cf3">Mittlerweile scheint es darüber auch gesicherte Erkenntnisse zu geben, dass es oft gelingt, hohe psychische Belastungen zum Beispiel im Beruf so besser auszuhalten und entstehende Stressfaktoren abzubauen.</span></div></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3">Mit steigendem Alter empfiehlt es sich, alle Möglichkeiten auszuloten, die eigene mentale Resilienz aufzubauen bzw. sie zu verbessern oder mindestens auf einem sinnvollen Niveau zu halten, denn nicht jeder Mensch ist oder bleibt verlässlich stark. Mit Sicherheit ergeben sich genügend Situationen bzw. Phasen, wo individuelle Grenzen erreicht und als solche hoffentlich auch erkannt werden. In genau diesen Momenten muss ein voreiliges oder unbewusstes Überschreiten verhindert werden.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3">Ein bestimmter Reflex könnte sich bereits bis hierhin eingeschlichen haben: <span class="fs12lh1-5"><i>"Das hier ist zu philosophisch, zu esoterisch und zu abstrakt". </i></span><span class="fs12lh1-5">Denkt dennoch darüber nach.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Dass im Einzelfall die angesprochenen therapeutischen Wirkmittel für viele nicht betroffene Menschen allgemein hin untypische Dinge sind, ist dennoch in Ordnung. Entscheidend ist allein die Wirksamkeit. Die persönliche Werkzeugkiste ist eben vielfältig. </span><span class="fs12lh1-5">Die Mischung und die Dosis der verwendeten Dinge sind auch hier die entscheidenden Faktoren.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Persönliches Interesse führt zur Suche, die Suche führt zu Wissen und Wissen führt letzten Endes zum Verlangen, seiner Persönlichkeit auf unterschiedlichen Wegen Ausdruck zu verleihen.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Therapie bedeutet doch, dass zwischen zahlreichen, sehr unterschiedlichen Tätigkeiten variiert wird, die manchmal nur wenig Hirnkapazitäten beanspruchen oder eben auch wohltuend fordern. Den Kopf zu entleeren, nicht permanent nachdenken zu müssen, das Kopfkino des Lebens nicht ununterbrochen laufen zu lassen oder absolut herausfordernd Dinge zu erarbeiten: Es liegt in deiner Hand.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 13:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-17-35_thumb.webp" length="766409" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?therapie</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000016</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[DAS SEHEN UND GESEHEN WERDEN]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Erz%C3%A4hlung"><![CDATA[Erzählung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000015"><div class="imTAJustify"><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Von Fenstern, die geöffnet werden wollen.</b></span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="imTALeft fs12lh1-5">Er sitzt schon eine ganze Weile in dem kleinen Zimmer mit weit geöffneten Augen, empfangsbereiten Ohren, schweigender Stimme und nur dem eigenen Atem ausgesetzt.</span><span class="fs12lh1-5 cf3"> Licht aus einem einzigen Fenster bricht das Dunkel des Raumes und trifft Teile seines Gesichtes ohne dabei zu wärmen.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3">Sein Blick Richtung Fenster ist auf endlos gestellt und elektrifizierte Synapsen feuerwerken unsortiert in seinem Kopf. Bilder und Gedanken tauchen auf und verschwinden schnell wieder. Nur Sekunden später ist jeder Versuch sich zu erinnern vergebens, Festhalten oder Wiederholen gelingen nicht. Er versucht dennoch sehr intensiv, Muster oder Strukturen auszumachen, um Ordnung in das Chaos bringen zu können. Es kommt ihm so vor, als dass jeder Versuch zu verstehen absehbar vergeblich sein würde. Wieder so eine Phase, wieder so ein Moment, wo er ohne nachvollziehbaren Grund orientierungslos und völlig lustlos in der Luft zu hängen scheint und vergeblich versucht, sich darüber klar zu werden, was <span class="fs12lh1-5"><i>sein</i></span> tatsächliches Problem ist.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Das alles hat er schon mehrfach durchgemacht, aber Häufigkeit, Intensität und Frequenz nehmen stetig zu. Liegt es an der Zeit, in der er jetzt gerade lebt, am zunehmenden Alter oder generell am Sein? Liegt die Ursache möglicherweise in der Wahrnehmung, dass unendlich viele schlechte Nachrichten die Guten bis zur Unkenntlichkeit überlagern?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Die Sonne beleuchtet draußen den heftigen Regen und seine Augen erfassen und synchronisieren ferngelenkt und genau das Treiben außerhalb des Zimmers, das sich zunehmend beengter anfühlt und ausladend daherkommt.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><i>Ein älterer Mann</i></span> versucht, zügigen Schrittes dem funkelnden Sommerregen zu entkommen, beginnt zu Laufen ohne auf die Schnelle geeigneten Schutz zu finden. </span><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>Eine junge Frau</i></span><span class="fs12lh1-5 cf3"> mit zwei kleinen Kindern hat diesbezüglich bereits aufgegeben und ergibt sich lächelnd der Flut. </span><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>Ein kleiner Hund </i></span><span class="fs12lh1-5 cf3">überquert ohne Besitzer die Straße, ruhig und unaufgeregt, teilnahmslos und desinteressiert.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Während er beobachtet ist ihm völlig entgangen, dass der Wind aufgefrischt hat, stürmischer geworden ist und damit den Aufprallwinkel des Dauerregens bei Mensch und Tier signifikant und spontan verändert hat. </span><span class="fs12lh1-5">Die ganze Szenerie wirkt sehr deprimierend und schreit förmlich nach Verkriechen, selbst in einem ungemütlichen, befremdlichen Raum. Alles in diesem Moment, ohne irgendein konkretes Zeitgefühl, sorgt bei ihm für totale Bewegungslosigkeit.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Fehlte das Bild in der Fachliteratur zur Beschreibung von Depressionen, so wäre es genau dieser Blick aus dem Fenster. Seine bereits fragile Stimmung wird noch undefinierbarer. Was ist mit ihm eigentlich los?</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Sein Gedanke wird jäh unterbrochen, als der ältere Mann aus nicht nachvollziehbaren Gründen vom offenkundig auf Hochtouren arbeitenden Unterbewusstsein erneut in den Fokus gerückt wird. Dieser ältere Mann hielt ganz plötzlich inne und fixiert nun sehr auffällig mit seinem durchbohrenden Blick das Fenster, durch das er selbst gerade schaut. Begegnen sich die Blicke wirklich?! Das Gesicht des komplett durchnässten älteren Mannes ist eher unauffällig, irgendwie ausdruckslos, unaufgeregt, aber seltsam beruhigend.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Wahrhaftig! Sie sehen sich an. Er versucht sein Gesicht und seinen Blick ein wenig aus dem Sichtbereich des Fensters zu nehmen, der Regenmann draußen tut es ihm gleich. </span>Ihm ist gar nicht aufgefallen, dass der <span class="fs12lh1-5"><i>kleine Hund </i></span>mittlerweile direkt neben dem Regenmann steht und auf jener Position verharrt, ebenfalls das Fenster anvisiert und den Blick kreuzt.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><i>Die junge Frau</i></span> und ihre zwei Kinder stehen plötzlich genauso da. <span class="fs12lh1-5"><i>Älterer Mann</i></span>, <span class="fs12lh1-5"><i>junge Frau</i></span> und <span class="fs12lh1-5"><i>kleiner Hund</i></span> schauen im Regen und Sturm stehend durch sein Fenster und beginnen lächelnd sich zu nähern. <span class="fs12lh1-5">Er schreckt auf. Ein dumpfer, lauter Schlag erschüttert das Fenster.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Tagtraum?! </span><span class="fs12lh1-5">Er wacht auf und sieht einen Vogel auf der Straße liegen, bewegungslos, mit weit geöffneten Augen. </span><span class="fs12lh1-5">Schicksal ist sein erster Gedanke, aber schnell entschließt er sich, das Fenster trotz des dagegen peitschenden Regens zu öffnen und dem Vogel, der sich langsam aufrappelt, zuzusehen. Dieser Vogel wäre fast gestorben bei dem Versuch, unsichtbare Hindernisse zu überwinden.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Vom Stuhl erhoben, ins Licht getreten, am Leben teilgenommen, etwas versucht, von merkwürdigen, ungesunden Gedanken befreit und zum Helfen animiert: Sind das nicht erste Schritte, der depressiven Lethargie zu entkommen, wieder positiv zu werden?</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Nie wieder Gast in Trübsinnistrien. </span></span><span class="fs12lh1-5 cf3">Träumen, Nachdenken, Beobachten, Aufwachen, Reflektieren und schließlich Handeln ohne sich selbst dabei zu vergessen - der neue Plan.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Die Perspektive zu wechseln, ob erzwungen oder tatsächlich aus eigenem Antrieb, ist entscheidend. Der Mensch sollte sich nicht zu viele Gedanken über die eigene Existenz machen, nicht nach etwas suchen, was nicht da ist, nicht da war und nie da sein wird. </span><span class="fs12lh1-5">Fenster stehen symbolisch sowohl für Erleuchtung, als auch für die Verdunklung und erzeugen seelischen Regen, mentalen Wind ohne Schutz und doppelten Boden.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Fenster zu öffnen bedeutet eine aktive Prophylaxe vor physischen und psychischen Schäden. </span><span class="fs12lh1-5">Es gibt keinen Grund, nur ein einziges Fenster verschlossen zu halten.</span></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 10:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-22-322_thumb.webp" length="273321" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?zum-fenster-raus</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000015</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[NICHT WIRKLICH DA]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Erz%C3%A4hlung"><![CDATA[Erzählung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000013"><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Die Vision, irgendwo zu sein.</b></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Die kleine Kapsel treibt lautlos durch das Vakuum des Raumes und dreht sich gleichmäßig um die eigene Längsachse, als wolle sie spiralförmig Raum und Zeit durchbohren. Keine Ahnung wohin es geht. Ich bin nun wach, und alles um mich herum erscheint deutlich sichtbar. Dennoch erfassen meine Sinne tatsächlich nichts von dem was außerhalb der kleinen Kapsel ist. Ich spüre Fortbewegung, erinnere aber nichts. Wo startete meine Reise, wer schickt mich und wo sollte ich hin?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Konzentration. Kein Druck, kein Schmerz, keine Eile. Irgendwie geht es mir gut.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Der Verstand sagt mir, dass ich etwas finden muss. Mein Herz schlägt gleichmäßig, ruhig und zufrieden. Obwohl eingebettet in einen angenehmen Traum mit wenig Motivation etwas zu ändern, wage ich den Blick nach draußen. Auf der einen Seite sehe ich nichts, ein absolutes Nichts. Auf der anderen Seite fliegen unterschiedlich große Fragmente dahin, sie entfernen sich schnell.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Was ist das? In Sekunden bricht mein Bewusstsein aus der Wohlfühlzone aus. Mein Puls rast, mein Gehirn strengt sich an. Ich muss das stoppen? Umkehren?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Mechanisch bewegen sich erst meine Hände, dann mein ganzer Körper in der Kapsel. Kontrollpulte, Schalter – alles ist da und Prozesse laufen automatisiert. Die Kapsel ist nicht wirklich nur eine Kapsel, sondern ein Raumgleiter. Ich reduziere die Geschwindigkeit und stoppe schließlich ganz. Dann beschleunige ich in Richtung der sich entfernenden Fragmente oder in Richtung dessen, das ich dachte zu sehen. Langsam schärft sich Auge und Verstand, und ich erkenne eine Raumstation. Mir ist es auch nicht aufgefallen, dass nun in unmittelbarer Nähe zudem ein Mond am nicht vorhandenen Rand des Universums existiert. Wie kann das sein?</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Konzentration.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Ich nähere mich vorsichtig der Raumstation oder was davon übrig zu sein scheint. </span><span class="fs12lh1-5">Alles zerstört, keine Anzeichen von Energie, kein Leben. Die Station trudelt und auch nach mehrfachem Umkreisen der Station findet sich keine Möglichkeit, den Raumgleiter anzudocken. Der Mond erscheint nun immer größer.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Es ist kein Mond, niemals. Zu groß und zu grau. War das ein Leuchten? Aus dem großen Grauen erscheint ein pulsierendes, feuerrotes Licht. Ich zögere nur einen kurzen Moment, d</span><span class="fs12lh1-5">a verliere ich plötzlich das Bewusstsein. Als ich wieder aufwache, steuert mein Raumgleiter wie eingefangen auf dieses pulsierende Leuchten zu, ohne jede Chance, der Flugbahn gegenzusteuern. Ich lasse es geschehen. Alle Versuche, den Raumgleiter aus dieser Gefangenschaft zu befreien, scheitern. Nervosität. Gefühlschaos. Daraus wird merkwürdige Neugierde und automatisiertes Handeln. Das Licht kommt näher.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Die Fragmente der offensichtlich zerstörten oder explodierten Raumstation sind beinahe vergessen. Mein Verstand kreist nur um die Frage, was auf diesem Mond ähnlichen Ding ist und warum mich jemand oder etwas dort hinunterzieht. Das Tempo lässt nach. Das pulsierende Licht wird heller und die Frequenz nimmt ab. Jeder Versuch meiner Augen, etwas außerhalb des Raumgleiters zu erkennen und einzuordnen, ihm Bedeutung zu geben, scheitert kläglich. </span><span class="fs12lh1-5">Die Raumstation war mir entgangen, aus meiner Kapsel wurde ein Raumgleiter, das Ding war genauso plötzlich da wie das pulsierende Licht. Die kurzen Bewusstlosigkeiten habe ich kaum gespürt. Schon wieder. Bewusstlos.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Ich wache auf. Erneut. Ich liege. Ich weiß nicht worauf. Meine Augen öffnen sich langsam und versuchen Halt zu finden. Keine Fixpunkte, keine Geräusche, gar nichts. Alles ist weiß. Eine roboterhafte Stimme spricht zu mir, ohne dass ich ausmachen kann woher:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">„Bleiben sie ruhig. Es wird ihnen nichts geschehen. Es geht ihnen gut.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Wie bitte?!“,</i> antworte ich mir selbst ins Nichts.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Wo bin ich? Was ist hier los? Wer oder was sind sie? Wie komme ich hierher?“</i> fahre ich fort und bin dabei überraschender Weise völlig entspannt und ruhig.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Bleiben sie ruhig. Es wird ihnen nichts geschehen. Es geht ihnen gut.“</i> wiederholt die Stimme unaufgeregt im gleichen Tonfall wie zuvor.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Obwohl ich geneigt bin, lautstark zu protestieren, schweige ich. Ich liege immer noch. Eine gefühlte Ewigkeit passiert nichts. </span><span class="fs12lh1-5">Ich will aufstehen und gehen, aber es ist überhaupt nichts zu sehen. Das Weiß ist endlos. Irgendwie sitze ich jetzt, aber auf was?</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Bleiben sie ruhig. Es wird ihnen nichts geschehen. Es geht ihnen gut.“</i> ertönt es zum wiederholten Male.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Aus dem Nichts plötzlich ein Klicken, oder vielmehr ein dumpfes Zischen. Etwas steht vor mir – ich spüre es – aber ich kann es nicht erkennen, nicht riechen oder irgendwie mit einem meiner menschlichen Sinne erfassen.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Warten Sie kurz“,</i> beruhigt es mich gleichmütig.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Das Weiß verändert sich, es bekommt Form und nach einer Weile sehe ich:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">MICH!!!</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Ich schrecke zurück, ohne aber Angst zu fühlen oder gar einen Gedanken an Flucht oder Angriff zu verschwenden. Ich stehe nur da, unbeweglich, starr.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Ist ihnen diese Form angenehm?“</i> fragt mich die Stimme absolut emotionslos und ohne dass sich an ihm irgendetwas bewegt. Ich wage nichts zu sagen.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Eine andere Form anzunehmen, ist mir nicht möglich“</i> ergänzt es ohne auch nur den Hauch einer Emotion. Es klingt wie ein Bedauern, wirkt aber nicht so.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Es ist ok.“</i> sage ich ruhig. Wieso fühle ich mich nicht bedroht? Ich verstehe nichts. Mir geht es tatsächlich gut.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Können sie mir erklären, . . .?“</i> starte ich wie von selbst.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Geht es ihnen gut?“</i> wiederholt es.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Ich bin für sie da, solange sie hier sind. Es liegt an ihnen“</i> gibt es mir einen Hinweis. Den gebe ich mir quasi selbst, denke ich eilig.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Erneute Bewusstlosigkeit.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Wach. Alleine. Alles weiß. Kein Gegenüber. Kein Raum- und Zeitgefühl.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Machen sie sich keine Sorgen. Wir beruhigen sie, wenn notwendig.“</i> ertönt die mir tatsächlich bekannte Stimme.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>Wie bitte?</i> denke ich laut. Nennen die oder es meine Bewusstlosigkeit etwa Beruhigung. Ich werde bewusstlos, weil sie es wollen und wann sie es wollen?!</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Ich antworte darauf nun etwas offensiver: <i>„Was soll das?“</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">„Kann ich hier weg?</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">Was haben sie vor?</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">Wer entscheidet hier?“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">ICH erscheine plötzlich im Raum.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Was möchtest du wissen?“</i> fragt mein lebendig gewordener Spiegel.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">„Kann ich hier weg?</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">Was haben sie vor?</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>Wer entscheidet hier?“</i> etwas mutiger nun.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">„Du kannst hier nicht mehr weg.</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">Du hast nichts mehr vor.</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><i><span class="fs12lh1-5">Die Entscheidung ist bereits gefallen.“ </span></i><span class="fs12lh1-5">Das war eindeutig. </span><span class="fs12lh1-5">Dennoch hake ich aufgewühlt nach:</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">„Wie soll ich das verstehen?“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Es gibt nichts zu verstehen. Es ist entschieden.“</i> und es ergänzt wieder:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf3">„Bleiben sie ruhig. Es wird ihnen nichts geschehen. Es geht ihnen gut.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Bewusstlos.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Zeit ist vergangen? Wie oft und wie lang war ich bewusstlos? Alles ist weiß. Kein Gegenüber. Keine Stimme mehr. Es ist einfach nichts, aber ich fühle mich wohl, es geht mir gut. Keine Schmerzen. Keine Geräusche. Keine Orientierung. Trotzdem geht es mir gut. Kein Druck, keine Last, keine Schmerzen. Keine Fragen und Wünsche mehr.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">EPILOG</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3">Jede persönliche Reise beginnt unklar. Entscheidend ist nur, dass Reisen irgendwann enden. Und wenn sie enden, sollten keine Fragen und keine Wünsche mehr offen sein, sondern nur noch das Gefühl, dass es gut ist. Wie sich <span class="fs12lh1-5"><i>deine</i></span> Reise visuell manifestiert, spielt keine Rolle. Es sind nur Bilder, Ideen, Visionen aus dem Unterbewusstsein oder aus der Erinnerung oder eine Mischung aus beidem. <span class="fs12lh1-5">Das eigene Ich und das was eigenes Handeln und Sagen sind, kann zur Isolation und zur Handlungsunfähigkeit führen – bildhaft zur wiederholten Bewusstlosigkeit. Raumgleiter, Raumstationen, pulsierende Lichter, ein Nichts, deine eigene Gestalt und Stimme sind nur Gedanken, die stellvertretend dafür stehen, sich für andere und anderes zu öffnen.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><i>Tue es oder tue es nicht! Es gibt kein Versuchen.</i></span></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 10:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-35-59_thumb.webp" length="339847" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?science-mit-fiktion</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000013</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[APROPOS BILDUNG]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Essay"><![CDATA[Essay]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000B"><div class="imTAJustify"><div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Von wenig Leuchttürmen und vielen Nebelkerzen.</b></span></div></div><div><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3">Wandelt der Mensch in seinen kognitiven und/oder physischen Fähigkeiten grundsätzlich zwischen Genie und Wahnsinn? Ja.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3">Gibt es in jeder Gesellschaft, gleichmäßig ausgeprägt, sowohl dumme als auch schlaue Exemplare unserer Spezies? Mit Sicherheit, ja.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3">Ist dieser Umstand als gegeben hinzunehmen? Eindeutig, ja.</span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Aber wie nimmt diese Einschätzung, wenn sie denn geteilt wird, Einfluss auf unsere Gesellschaft, auf unser Zusammenleben, auf den Umgang miteinander? Wie entwickelt sich eine Gesellschaft sodann? Ist es möglich, durch zum Beispiel gezielte staatliche Eingriffe eine bessere Balance herzustellen, um sogleich für alle Individuen ein nahezu identisches Bildungsniveau zu gewährleisten und in der Folge dann ein sozial gerechteres, harmonischeres Umfeld zu schaffen? Könnte also das wahlweise Negieren oder Bekämpfen von Unterschieden intellektueller Fähigkeiten bzw. genetischer Veranlagungen ein Weg sein, um fortschrittlicher und friedvoller miteinander umzugehen?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Nur auf kurze Sicht. Langfristig verlieren wir die Antriebskräfte, um uns zu verbessern oder sozialer uns anzunähern. "Alles gleich" ist kein Ansporn, sondern die entscheidende erste Phase der absoluten Leidenschaftslosigkeit. Es geht intellektuell, motorisch und sozial eher bergab, denn bergauf.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Jede Gesellschaft wird von intellektuellen Leuchttürmen geprägt und weiterentwickelt und lebt von mutigen, innovativen Machern, deren Prämissen für ihr Tun bisweilen optimaler ausgeprägt sind als bei anderen Menschen. </span><span class="fs12lh1-5">Diese Typen gehen voran und ziehen eine Gesellschaft insgesamt mit. Das ist weder verwerflich noch anrüchig, wenn auch für manchen Teilnehmer in seiner jeweiligen sozialen Blase schwer verdaulich oder transparent. Zu oft präferiert jener Teilnehmer, der keiner ist, die Anonymität im riesigen Publikumsraum und macht es sich generell gemütlich.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Das </span><span class="fs12lh1-5"><i>Wollen</i></span><span class="fs12lh1-5"> und das </span><i class="fs12lh1-5">Können</i> sind die Treibstoffe jedes zivilisierten Zusammenlebens. Das <i class="fs12lh1-5">Erreichen</i> und nicht das <i class="fs12lh1-5">Behalten</i> bestimmen den Takt.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Die zu oft propagierte Bildungsgleichheit auf welchem Level und mit welchen Werkzeugen auch immer, durch Verordnungen oder Zwang, muss scheitern. Eine als Negativbeispiel vorzeigbare gesellschaftliche Fehlentwicklung durch ideologisch geprägte Vorgehensweisen gepaart mit unübersehbarer Ignoranz vorhandener Rahmenbedingungen hat sich unser Land in den letzten Jahrzehnten hart erarbeitet. Gratulieren mag ich nicht. Wir verlieren alle.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Genies, deren Förderung im Vordergrund stehen sollte, gelten leider bei vielen Menschen primär als suspekt, unsozial und müssten folgerichtig gar eliminiert, geächtet oder isoliert werden. Ihr Tun sollte zwar flankierend und kontinuierlich sozialkritisch beobachtet bzw. hinterfragt werden, aber gleichwohl sollte ihnen zunächst mit viel Vertrauen in Vorleistung gefolgt werden.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene werden von sich selbst als pädagogisch wertvoll überzeugten Praktikanten in wichtigen, gestaltenden Positionen als Laborratten missbraucht. Dermaßen ausgeprägte Betreuungs- sowie Bildungseinrichtungen dienen als Testlabore für mitunter absurde Erziehungs- und Lehrmethoden. Traurig.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Vorschlag: Die Schlauen fordern und fördern, und die Dummen unterstützen, um Mindestanforderungen zur Teilhabe am Leben später erfüllen zu können, anstatt alle in einen Topf zu werfen und auf gegenseitige Erleuchtung zu hoffen. Quereinstiege sind ja möglich, aber nicht zwingend notwendig. Glücklich, so behaupte ich, werden alle auf jeweils ihre Weise. <i>Run, Forrest, Run.</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i><br></i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Schon gut: Ich bin hier auf sehr dünnem Eis unterwegs. Ich kann die üblichen, reflexartig vorgetragenen Gegenargumente und den Sturm der Entrüstung, neudeutsch auch: <i>Shitstorm</i> schon hören. Bei einigen Mitmenschen lassen meine Gedanken ihr jeweiliges Aggressionspotenzial sprunghaft ansteigen. Nun, pflegt eure Empörungskultur. Kein Problem. Macht es euch aber nicht zu einfach.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">Ich rege zum Gespräch an.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><hr align="left" size="1" width="33%"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><!--[if !supportFootnotes]--><span class="fs12lh1-5 cf3">[1]<!--[endif]--> Definitionsvarianten:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">1. Eine These ist eine Behauptung, die wahr oder falsch sein kann.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf3">2. Eine These leitet eine Argumentation ein.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3"> &nbsp;</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="cf3"> &nbsp;</span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 10:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-40-05_thumb.webp" length="436276" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?titel</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/00000000B</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[PERSPEKTIVEN ÜBERDENKEN]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Essay"><![CDATA[Essay]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000011"><div><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Vom Überdenken etablierter Sichtweisen.</b></span></div></div><div class="imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Nach Jahren hat sich die Art, die Welt wahrzunehmen und zu bewerten, verändert, ohne dies komplett nachvollziehbar darstellen oder genau erklären zu können. Wie und warum bestimmte Gegebenheiten vorher für nicht verhandelbar eingestuft waren, ist unklar. Es klingt mindestens merkwürdig. Niemand hat sich ja die zurückliegende Phase so ausdenken können. Zu keinem Zeitpunkt hat man sich bewusst dazu entschieden, den Blick auf die Geschehnisse in der Welt zu verändern. Es passierte einfach, jeden Tag ein wenig mehr. Ein schleichender Prozess.</span><br></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>„Das Umdenken bahnt sich den Weg nach Belieben, es ist weder kontrollierbar in der Richtung noch vorhersehbar im Ansatz.“</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Gibt es in der Retrospektive etwas Signifikantes, einen klaren Anstoß oder ein spezifisches Ereignis, so dass der Wandel sich erklären lässt? Nein. </span><span class="fs12lh1-5">Es ist lediglich festzustellen, dass sich etwas verändert hat, und dass dieser Prozess andauert.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><i>Rückblende</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Es scheint fast so, als dass andere Menschen zeitweise nicht mehr existieren – egal welcher wohlbekannte Weg eingeschlagen wird. Die sich vor den Sinnen ausbreitende, geräuschlose Kulisse ist nie bewusst wahrgenommen worden. Unheimlich und klammheimlich legt sich eine gespenstische Ruhe über die Welt, so dass die inneren Stimmen suggerieren, besser gleich zu rufen ob der Chance, einen anderen Menschen so anzulocken. Nichts. Keine Antwort. Niemand ist da.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Man beginnt, sein Umfeld neu zu entdecken, es neu zu verstehen und zieht weiter. Jeden Tag spendiert man sich diese Erfahrung ein wenig länger – zu Fuß, einfach so, egal wie weit. Dieselben Straßen und Felder, derselbe Hof, derselbe Strand, dieselbe Küste, der unvermeidbare Wind, das obligatorische Rauschen der See wirken plötzlich komplett neu.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Diese Erfahrung bewegt einen zutiefst, und die Zeit als relevanter Faktor fällt weg. Wie in einem Strudel gefangen, taucht man in regenerierende Gedankenwelten ein und lässt geschehen. Keine störenden Elemente unterbrechen das freie Spiel der Gedanken. Nein. Stimmen sind nicht da, aber dieser überwältigende Ansturm von Fragmenten alter und neuer Visionen im Kopf ist immens und völlig unstrukturiert. Es wogt hin und her. Sekunden. Minuten. Stunden.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Immer öfter gehen Menschen einfach draußen umher, vergessen dabei alles um sich herum und finden ganz nebenbei einen Weg, Entfernungen zu bewältigen, die üblicherweise viel zu anstrengend sind. Jeder wandert einfach immer weiter, und fragt sich dabei nie, wie er plötzlich irgendwo hingelangt ist, warum er dort verharrt und zuschaut – mit innerer Ruhe, ohne Anstrengung oder dem Hauch von Befindlichkeiten. </span><span class="fs12lh1-5">Zweifel keimen auf, ob solche gefühlten Momentaufnahmen dieser fremden Irrungen beizeiten enden oder ob man von nun an ebenso ist. Anders. </span><span class="fs12lh1-5">Wieder da.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Der jeweilige Gemütszustand deckt in sehr wechselhafter Manier unangekündigt, mehrfach und willkürlich alle Facetten möglicher Gefühlswelten ab. Euphorie findet sich genauso oft, wie Betrübtheit, Nachdenklichkeit, Melancholie, Glück und immer etwas Sehnsucht. Tatsächlich lassen sich manchmal sogar ganz unvermittelt Tränen erahnen. Dann spielt sich alles wie in einer milchigen Seifenblase ab, ist aber dennoch absolut real und wahrhaftig. Langsam ist zu entscheiden, die neue Lebensform zu genießen und dabei spürbar entspannter zu werden. Man findet Gefallen an verändertem Denken. Die Erde dreht sich natürlich weiter und nimmt nun wirklich keine Rücksicht auf die plötzliche Singularität. Der Mensch</span><span class="fs12lh1-5"> begreift, dass die zunächst als Vorteil bewerteten neuen Fähigkeiten der Beobachtung und Einordnung einen hohen Preis verlangen. Die Chancen, die sich bieten und einem späten Reifeprozess gleichkommen, sind unfreiwillig da. Die Natur erzwingt sie und präsentiert diese als eine große Prüfung. Ob diese Prüfung bestanden wird, ist offen. Richtige Antworten kann niemand anbieten.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Aber so egozentrisch es klingen mag: Eine persönliche Antwort wird möglicherweise bereits gefunden sein und diese lautet ohne Zweifel: <i>„Es ist bestanden, andere werden dies auch.“ </i>Befindlichkeiten, die bei der Einordnung der eigenen Rolle in unsere Gesellschaft entstehen, befriedigen bei Berücksichtigung diejenigen nur kurz. Sie versperren den Blick für das Wesentliche in der Welt.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Eine neue, selbst reflektierte Perspektive ist beliebig vermittelbar und mit anderen Menschen problemlos teilbar, und deswegen ist auch die eigene Wahrnehmung mit Einfluss auf das Verhalten anderer teilbar, unbegrenzt multiplizierbar und kontinuierlich anwendbar. Klingt etwas skurril und verrückt, ist aber notwendiger denn je.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><img class="image-0" src="https://outpost-north.de/images/IMG_5629.webp"  width="955" height="716" /><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">EPILOG</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Wie kann etwas dermaßen Faszinierendes einen so verheerenden Einfluss auf unser Leben nehmen, auf die Art wie wir denken, wie wir handeln und wie wir in die Zukunft blicken?</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf3"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">In diesen Zeiten war es gut, Menschen zu begegnen, die zuversichtlich blieben und besonnen. Zwischenzeitlich konnte unser Land mühelos fast 80 Millionen Virologen und Pandemie-Experten aufbieten, die alle eine Menge Kommunikationsbedarf hatten und zu nicht enden wollenden Diskussionen bzw. „Fachgesprächen“ beitrugen. Verunsicherungen verschwinden nicht, indem mit Ahnungslosigkeit und Halbwissen gespielt wird. Google ist keine Lösung. </span><span class="fs12lh1-5 cf3">Nie waren wir weiter weg von einer Schwarmintelligenz </span><span class="fs12lh1-5 cf3">als zu diesen Zeiten.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 01 May 2024 10:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-40-29_thumb.webp" length="552728" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?perspektiven</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/000000011</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[SO WIE ES WAR]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Erinnerungen"><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000F"><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Danke für die Musik.</b></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">1973 hörte ich das erste Mal einen Song von Björn, Benny, Agnetha und Frida, der mich von musikalischen Eindrücken bis dato am ehesten beeindruckte. Es war zwar nach damaligen Maßstäben ein sehr einfach klingender Song mit offensichtlichen Einflüssen schwedischer Folklore, aber schlichtweg genial produziert und irgendwie speziell. Agnethas glasklare Solostimme im harmonischen Zusammenspiel mit Fridas Gesang bohrte sich in das Ohr.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Es ist immer noch schwer zu erläutern, warum der Sound, die vier Bandmitglieder und alles andere bei dieser Gruppe dermaßen bewegt. Als nach unglaublichen vierzig Jahren alle vier Mitglieder von Abba wieder musikalisch zusammenfanden, schaute man ungläubig, aber irgendwie glücklich. </span><span class="fs12lh1-5">Zahlreiche Erinnerungen sind mit fast jedem einzelnen Song verknüpft. </span><span class="fs12lh1-5">Das Besondere an der Musik dieser schwedischen Genies ist die Tatsache, dass losgelöst von Zeit und Raum und gleichgültig in welcher aktuellen Phase des Lebens, plötzlich beim Zuhören die Uhren anders ticken. Verrückt.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><br></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Während diese Zeilen entstehen, läuft im Hintergrund mal wieder ABBA–quer durch die Last, und die Musik verfängt sofort wieder. </span><span class="fs12lh1-5">Gäbe es Zeitmaschinen, ich wüsste exakt wohin es gehen sollte.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTACenter"><span class="cf2"><img class="image-0" src="https://outpost-north.de/images/IMG_6432.webp"  width="341" height="340" /><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTACenter"><span class="fs8lh1-5 cf2">Personalisiertes Autogramm, aber das ist eine andere Geschichte.</span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">So einige Dinge würde man wohl versuchen, um Verpasstes irgendwie nachzuholen bzw. erstmalig mitzuerleben. Eine zweite Chance gibt es im Leben kaum. Es war und ist irrelevant, was für Reaktionen man erfährt, wenn andere Menschen hören, dass man Bewunderer der ersten Stunde sei, noch vor 1974 und dem Grand Prix Sieg der Band in Brighton, dass ein gesamtes Leben von ABBA maßgeblich begleitet oder besser gesagt: orchestriert wurde, dass die Musik durch schwierige Momente half, immer aufbaute, aber auch sehr oft in Wehmut ausbrechen ließ. Mit und nach Musik von ABBA ging es einem besser. Wie bereits konstatiert, gilt Vergangenheitsbewältigung wahrlich nicht als das Motto oder hat besonders hohe Relevanz, aber diese Musik sorgt, wann immer man sie hört, für spezielle Momente.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Vielen Fans erging es jahrzehntelang so, dass nur persönliche Erinnerungen und gekaufte, traditionelle Medien zur Verfügung standen, um die Faszination der Musik am Leben zu erhalten. Klar, es gab nichts Neues und jeder romantische Schnipsel Zeitgeschichte von und über die Gruppe war offenkundig entdeckt und vielfach präsentiert. Niemand, wirklich niemand mehr hätte ernsthaft daran geglaubt, dass die Vier zu Lebzeiten nochmals die Vergangenheit wiederbeleben und auffrischen könnten. </span><span class="fs12lh1-5">Dabei waren sie nie wirklich weg. Es gab Musik, die einzelnen Bandmitglieder solo nach 1982 / 1983 veröffentlicht haben, größere Projekte wie zum Beispiel die Musicals „Chess“ und „Mamma Mia“ oder Engagements unterschiedlicher Ausprägung hinter den Kulissen für andere Künstler. Es gab eigentlich nie eine echte ABBA–Lücke. </span><span class="fs12lh1-5">Und nun waren alle Bandmitglieder wieder da und haben sich musikalisch mit ihrem offiziell neunten Studioalbum verabschiedet.</span></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 11:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-10-10-17_thumb.webp" length="598788" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?so-wie-es-war</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/00000000F</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[SCHWARZ UND WEISS]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Erz%C3%A4hlung"><![CDATA[Erzählung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000C"><div class="imTAJustify"><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Wenn man glaubt, etwas zu sehen.</b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><br></span></div></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ruhe. Absolute Stille.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf2"><span class="imTAJustify">Ich stehe auf asphaltierter Straße – es gibt keine Linien, keine Schilder, keinen Rand. </span><span class="imTAJustify">Schwarz.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf2"><span class="imTAJustify"><br></span><span class="imTAJustify">In der Ferne, dort wo Erde und Himmel sich treffen, sehe ich</span><span class="imTAJustify"> Silhouetten.</span><span class="imTAJustify"> Es können Gebäude sein, vielleicht ist es so etwas wie ein hoher Turm oder eher der Eingang zu einem Tunnel. Meine Augen versuchen, scharf zu stellen. Keine Chance, zu weit weg. </span><span class="imTAJustify">Schwarz.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5"><span class="imTAJustify cf2"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5 cf2"><span class="imTAJustify">Unbekannt. Interessant.<br></span><span class="imTAJustify">Rechts und links der endlos langen, schnurgeraden Straße ist nichts. Kein erkennbares Etwas ergänzt die Landschaft. Schmerzendes, schwer durchdringbares, die Sinne blendendes Weiß ignoriert das Schwarz des Asphalts, die Peripherie versagt.<br></span><span class="imTAJustify">Stille.</span><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5"><span class="fs12lh1-5"><span class="imTAJustify cf2"><br></span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ich halte inne und kann nicht sprechen. Meine Gedanken folgen nur einer Richtung. </span><span class="fs12lh1-5">Schwarz.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ich sehe nichts. Ich<i> </i>atme kaum. Ich höre mich.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich kann doch sehen.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich stehe doch hier.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich muss doch irgendwie hergekommen sein.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich sollte etwas tun.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich zögere.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Nichts bewegt sich.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Nach einer Weile zwinge ich meinen Körper zur Bewegung. Nur schleppend, schwerfällig, unsicher, irgendwie gleichmütig nähere ich mich dem Schwarz am Horizont. Die Annäherung erfolgt geräuschlos, einfach so – wie fremdgesteuert – als würde ich geführt. Ich geschehe nur.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Tunnel.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ich sehe genauer hin, doch nur schwer wechseln die Augen vom grellen Weiß zu Schwarz. Der Eingang, die Schwelle zum Inneren erscheint endlos hoch gleichsam äußerst schmal. Ich bewege mich weiter, behutsam. Will ich das wirklich, oder werde ich einfach hineingezogen? Die Gedanken und die plötzlich aufkommenden Gefühle kann ich nicht zuordnen. Alles erscheint fragmentiert, zufällig, ohne Struktur. Es fühlt sich an, als würde ich gedacht, als würde ich gefühlt. Keine Initiative, nur noch passiv, reaktiv. Der Eingang nimmt in der Höhe Endlosigkeit an. </span><span class="fs12lh1-5">Schwarz.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Die Sinne versuchen eine Orientierung, doch es ist hoffnungslos. Die Öffnung ist da, kein Ausweichen ist möglich. Ich stehe an der Schwelle. Nirgendwo existiert Rechts oder Links, es gibt keine Linien, keine Geräusche, keine Alternative. Ich wäge ab. Umkehren? Weglaufen? Flucht? Mutig sein? </span><span class="fs12lh1-5">Gefühle. Keine Stimme. </span><span class="fs12lh1-5">Abstand, eine andere Perspektive vielleicht. Mehr Abstand wäre wirklich gut.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Es gelingt nicht. Es<i> </i>geht weiter, vorwärts.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><i>„Hallo!?“</i> rufe ich mit verzweifeltem Mut und nun hörbar in Richtung Schwarz. </span><span class="fs12lh1-5">Kein Echo. Es bleibt still. </span><span class="fs12lh1-5">Nichts. Da.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Unwohlsein, Furcht, Anspannung, Neugierde. Ich bemühe mich, meine Arme und Hände zu bewegen, sie auszustrecken. Ich versuche, meine Beine zum Weitergehen zu animieren, um entweder umzukehren oder einfach loszulaufen. Nein. Nichts geht. Nochmals rufen. Ich bleibe stumm. Der Mut ist verloren gegangen. Traurigkeit, Resignation, Schwermut.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Geh‘ doch weiter!?“ </i>Mein Kopf<i> </i>arbeitet dagegen.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ich traue mich und betrete geräuschlos, dennoch zügig das Schwarz. Hinter mir senkt sich das Schwarz und umhüllt mich. Alle Gefühle sind verschwunden – unerklärlich. Die Furcht ist verschwunden. Traurigkeit, Resignation und Schwermut werden zu Bekannten und weichen dennoch der Schwerelosigkeit, die nun ganz Besitz von mir ergreift.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Musik.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Kein Blick zurück, nicht nach vorn, nicht nach oben, nicht nach unten. Ich kann und will es nicht, ich weiß das genau. Ich muss warten.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Musik.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Beruhigende Klänge, aber meine Augen verirren sich immer noch. </span><span class="fs12lh1-5">Nichts. Da.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ich schließe meine Augen, lausche der klarer werdenden Musik und gebe mich hin. Loslassen. Keine Stimme. Nur Musik. Dunkle, warme, beruhigende Klänge. Keine Pause. Die Musik bleibt. Ich verliere jedes Zeitgefühl. Ich bin sicher, dass ohne Unterbrechung mit geschlossenen Augen weitergegangen wird. Ich fühle es. Alles ist auf einmal schmerzhaft weiß, grell! Ich reiße die Augen auf. Ich stehe wieder auf der Straße. Dort war ich schon. Es tut weh. Meine Augen gewöhnen sich und erkennen langsam wieder Schwarz am Ende der Straße, kleiner und schwächer als vorher. Keine Musik. Keine Geräusche. Nichts. Alles weiter weg und kleiner. Was ist los? Warum bin ich immer noch alleine? Warum ist alles weiter entfernt und kleiner? </span><span class="fs12lh1-5">Ich </span><span class="fs12lh1-5">will </span><span class="fs12lh1-5">zurück an die Schwelle, ich gehe zügig. Gehen mit klarem Ziel. Intuitiv. Mutig. Kein Zögern. </span><span class="fs12lh1-5">Ziel. </span><span class="fs12lh1-5">Ich erreiche die Schwelle und zögere hier und jetzt nicht. Dieses Mal nicht. </span><span class="fs12lh1-5">Ich suche die Musik.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Musik.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Schwarz erscheint plötzlich nicht mehr Schwarz – beginne ich etwa es zu erkennen, es zu verstehen? Ich warte geduldig, mit geschärften Sinnen. Ein See. </span><span class="fs12lh1-5">Klares, ruhiges Wasser, leicht im zarten Wind schwankende Bäume, leuchtendes Grün. Endlos hohe Bäume säumen den gesamten See ohne Lücken zu offenbaren. Ich stehe im See. Es fühlt sich gut an.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Kommst du?“,</i> durchbricht eine klare Stimme die Szene.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ich kenne diese Stimme, aber erinnere mich nicht. Andere Stimmen addieren sich zu einem lauter werdenden Chor. Kanon. Euphorische Melancholie. Ich kenne die Stimmen – alle – schon lange.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Komm jetzt!“</i> wiederholt der Chor, und es klingt wunderbar.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Wohin?“</i> frage ich mutig.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Grell. Geblendet. Schmerzen. Sehnsucht. Ich stehe auf der Straße. Nichts. Nur der schwarze Punkt noch weiter entfernt am Horizont. Fast unerreichbar klein, kaum wahrnehmbar. Wut und Enttäuschung zeichnen jetzt mein Gemüt.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><i><span class="fs12lh1-5">„Was soll das? Ich will sofort zurück!“ </span></i><span class="fs12lh1-5">Zurück.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich will Musik, ich will den See, die Bäume! Ich will dem Kanon lauschen! Ich will im See stehen und weiter gehen.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5">Ich beginne zu laufen und nehme die unvermittelt auftauchenden Schatten rechts und links der Straße nicht wahr. Ich höre die vereinzelt aufbegehrenden Stimmen nicht. Ich laufe, ich halte nicht an und rase ins Schwarz hinein. Immer tiefer. Keine Kontrolle. Nur noch unendlich viel Mut. Kein Zeitgefühl. </span><span class="fs12lh1-5">Nur das Ziel. </span><span class="fs12lh1-5">Ich stoppe abrupt, lausche mit geschlossenen Augen, höre meinen schweren Atem und bekomme kaum noch Luft. Der Puls rast. Keine Stimme. Keine Musik. </span><span class="fs12lh1-5">Kein See. Keine Bäume. Kein Grün. Ich fühle mich alleine. Ich versuche Ruhe. Es gelingt.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><i><span class="fs12lh1-5">„Ich habe mir das nicht eingebildet!“ </span></i><span class="fs12lh1-5">Ich werde ruhiger, atme gleichmäßiger.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Was machst du? Warum kommst du nicht?“</i> höre ich plötzlich alle Stimmen sagen und verfalle in leichte Euphorie.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich will ja, wie kann ich es!?“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Was sollte dich aufhalten?“</i> singt der Chor – im Hintergrund spielt die Musik.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Du hast nur diese Gelegenheit, eine andere wird es nicht geben.“</i> forcieren die Stimmen des Chors.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Nur diese eine Gelegenheit?“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Ja, nur jetzt“,</i> wird bekräftigt. <i>„Nur jetzt, nie wieder danach.“</i></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Was für eine Gelegenheit?“</i> antworte ich nervös und deutlich verunsicherter.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="cf2"><span class="fs12lh1-5"><i>„Du zweifelst!“ „Du zögerst!“ Immer wieder!“</i> enden die Stimmen verärgert. </span><span class="fs12lh1-5">Grelles Licht.</span></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ich sitze niedergeschlagen auf der Straße. Ich kann am Horizont nichts mehr erkennen. Kein Schwarz. Meine Augen sind weit geöffnet. Sie finden nirgendwo Halt. Meine Ohren suchen vergeblich.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><i>„Wo warst du bloß?“</i> sagt eine laute, sehr schroffe und unfreundliche Stimme direkt hinter mir.</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Ich höre mich selbst mit resignierender Stimme sagen:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich habe mein Ziel fast erreicht, aber doch aus den Augen verloren. Ich höre einfach nicht auf zu zweifeln, bin immer wieder verunsichert, habe immer zu viele Fragen. Kein Vertrauen. Ich verliere meinen Mut. Die Stimmen, die mich für einen Bruchteil mutig und glücklich machen, sind weg. Die Klarheit ist weg. Der See. Die Bäume. Die Musik. Ich erkenne den Eingang nicht mehr. Ich weiß, dass ich keine neue Gelegenheit erhalte.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Die schroffe, unfreundliche Stimme klingt etwas nachsichtiger:</span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2">„Ich höre deine Traurigkeit, die Resignation, die Mutlosigkeit, deine Hoffnungslosigkeit ob der vielen ausgelassenen Chancen – aber dennoch verstehe ich dein Verhalten nicht. Das kannst nur du ändern. Ich bin sicher, du findest deinen Weg – bald.“</span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><i><span class="fs12lh1-5 cf2"> </span></i></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2">Hoffnung bestimmt unser Leben. Aber Hoffnung frisst ein Stück der Seele, wenn aus ihr kein Handeln wird. Besser als Hoffnung ist der Mut, etwas zu tun. Jetzt. Gleich. Hier.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 11:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-29-09-42-07_thumb.webp" length="1099245" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?nur-schwarz---von-der-hoffnung-fuer-verlorene-seelen</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/00000000C</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[INSEL VOR DER INSEL]]></title>
			<author><![CDATA[Frank Schmidt]]></author>
			<category domain="https://outpost-north.de/blog/index.php?category=Erinnerungen"><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000E"><div class="imTAJustify"><div><span class="fs12lh1-5 cf1"><b>Von der Stille als Werkzeug für den eigenen Frieden.</b></span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf2"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Beide erwarten einen schönen Tag. Sie besuchen die Insel vor der Insel. Im Atlantik. </span><span class="fs12lh1-5">Viel Wind. Felsen. Viel Gras. Und Schafe.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Beide gieren nach besonderer Atmosphäre, wenn das Übersetzen mit Schlauchboot und Fischkutter überstanden ist.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Das Wetter scheint es gut zu meinen. Vorerst.</span></div><div><br></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Eine kurze Passage nur, klar, dennoch nicht ungefährlich ob der wechselnden starken Strömungen sowie den sich schnell ändernden Wetterbedingungen. Mut ist von Nöten, ebenso klar, wenn zwar die kürzeste aber abenteuerlichste Variante ausgewählt wird, um zum versprochenen, magischen Ort zu gelangen. Pilgern war nie leicht.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Der steile Abstieg zum Anleger bei kräftigen Windböen vergrößert die bisher nur leichte Unsicherheit signifikant. Ob Rettungswesten alleine ausreichten, um zu beruhigen? Vertrauen ist etwas Gutes. Nur ein kurzer Blick zurück nach oben zur beeindruckenden, steilen Küste. Einstieg.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Es gelingt ganz gut, und der Aufschrei des Außenbordmotors am Schlauchboot mit dem sich daran anschließenden Dieselaggregat-Finale in See übertönt die eindrucksvolle Sinfonie der Wellen. Der Atlantik bricht sich an den steilen, schroffen Felswänden der gerade von uns verlassenen Insel. Das Meer zieht sich gurgelnd und beleidigt zuckend zurück.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><i>„Die Überfahrt läuft bisher ruhig“,</i> sagt der sichtlich amüsierte, freundliche Fährmann. </span><span class="fs12lh1-5">Wohl wissend, dass die Definition von „ruhig“ stets in den Augen und im Magen des jeweiligen Betrachters variiert. </span><span class="fs12lh1-5">Schlauchboot und Kutter zeigen sich arbeitswillig und absolvieren jeweils ihre Pflichten. Währenddessen schweifen die Blicke auf die einprägsame Silhouette der kleinen, irgendwie unheimlich wirkenden Insel vor der Insel, deren bewegte Geschichte bereits vorab für reichlich Gänsehaut sorgte. Der Fährmann bemerkt die fragenden Blicke aller Passagiere.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><i><span class="fs12lh1-5">„Gleich bitte wieder ins Schlauchboot umsteigen, nur so können sie anlanden.“ </span></i><span class="fs12lh1-5">Wieder ein Lächeln. Wird schon.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Fähranleger sind in der Regel Vertrauen erweckende, von Menschen gemachte Installationen, so es sie denn wie in den Vorstellungen der durchaus maritim bewanderten Mitfahrer verankert, gibt. Und falls es einmal an entsprechender Geographie mangeln sollte, reichten wohl auch zufällig vorhandene Felsen, oder Findlinge sowie andere kleinere Zeitzeugen der Erdgeschichte, die durch großzügige Zugabe einer Hilfskonstruktion in Form von trivialen Seilen an ebenso marginalen Halterungen angeboten werden. Gut festhalten. Klar.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Und dann schweigen beide andächtig ob der Schönheit der eroberten Insel. Reste von Habitaten ehemals dort lebender Bewohner sind lose verbunden durch die im historischen Alltag wohl frei entstandenen Pfade. Der von der Natur offenkundig erzwungene totale Verzicht auf zeitgemäße, jeweils verfügbare Errungenschaften visualisieren den Kampf der vergangenen Gemeinschaften. Literarische Beschreibungen der Zustände werden begreifbar und machen nachdenklich. </span><span class="fs12lh1-5">Was für ein Platz auf der Erde.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Schon nach kurzer Aufenthaltsdauer der Angelandeten auf dieser Insel, spüren beide die Magie des Seins. Ein spirituelles Erlebnis, selbst für derweil überzeugte Realisten. Auf den sehr steil abfallenden Flächen inne zuhalten, ob stehend, sitzend oder auch liegend, mutet unwirklich an. Zufriedene Schafe, die die Anwesenheit von Besuchern nicht weiter kümmert, Vierbeiner mit ausgeprägtem Bewuchs, </span><span class="fs12lh1-5">die auch Esel sein könnten und </span><span class="fs12lh1-5">nicht einmal Interesse heucheln wollen oder Seehunde in gemütlicher Sonnen erstarrt, alles fügt sich gelassen dem Diktat der exponierten, sehr einsamen Lage. Obwohl nicht alleine, vergessen beide alles andere schnell und verlieren sich in der Natur. Diese Momente prägen.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">In der Wahrnehmung verschwimmt alles zu einem Konzert meditativer Stille und beim Betrachten der Überreste von Kultur senkt sich erhaben der Vorhang der Geschichte. Das war so nicht zu erwarten. Die Natur komponiert den passenden Soundtrack zum Bühnenstück, geizt nicht mit endlosen Varianten und einer schier endlosen Anzahl von Tönen. Vier Augen sehen sich an und verstehen es.</span></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Sehen. Riechen., Schmecken. Fühlen. </span><span class="fs12lh1-5">Klettern. Wandern. Verharren. </span><span class="fs12lh1-5">Alleine. Gemeinsam. </span><span class="fs12lh1-5">Für sich. Für andere. Für beide.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div class="imTACenter"><span class="cf3"><img class="image-0" src="https://outpost-north.de/images/DSC00130.webp"  width="400" height="300" /><span class="fs12lh1-5"><br></span></span></div><div><div class="imTACenter"><span class="fs8lh1-5 cf3">Great Blasket Island 2017 mit Blick auf die Küste Irlands bei Dunquin Pier</span></div><div class="imTACenter"><span class="fs8lh1-5 cf3"><br></span></div></div><div class="imTAJustify"><span class="cf3"><span class="fs12lh1-5">Nach dem Verlassen der esoterischen Insel erübrigen sich alle Berichte über das Erlebte, denn Worte können den Gefühlen nicht gerecht werden. Es gibt für das, was nun in beiden steckt, keine treffende Beschreibung oder Erklärung. </span><span class="fs12lh1-5">Sie wollen dort wieder hin, obwohl bereits klar ist, dass dieses erste Mal wie so oft im Leben keine Wiederholung des einzigartigen Moments ermöglicht. Eine Enttäuschung würde es nie, aber manches lässt sich nicht beliebig wiederholen. </span><span class="fs12lh1-5">Das Gefühl wird bleiben, aber es wird anders wahrgenommen. Beide zehren noch heute davon.</span></span></div><div class="imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3"><br></span></div><div data-line-height="1.5" class="lh1-5 imTAJustify"><span class="fs12lh1-5 cf3">Wenn der Mensch seine eigene sichere Insel verlässt, um neue Inseln für sich zu entdecken und bereit ist, vorbehaltlos Unerwartetes wirken zu lassen, entdeckt er tief Verborgenes in sich selbst.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 12 May 2017 10:00:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://outpost-north.de/blog/files/Clip2Comic-2024-09-22-09-44-50_thumb.webp" length="488461" type="image/webp" />
			<link>https://outpost-north.de/blog/?insel-vor-der-insel</link>
			<guid isPermaLink="false">https://outpost-north.de/blog/rss/00000000E</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>